Herausforderung Kommunikation

Professionelle Kommunikation ist heute der Schlüssel zum Erfolg - berufsbegleitender IHK-Lehrgang "Kommunikationsmanager/in (IHK)" vermittelt Qualifikationen

Kommunikation ist die Basis für wirtschaftliches Handeln. Marketingkommunikation ist in allen Wirtschaftszweigen gefragt. Aber welche Herausforderungen sind dabei zu bewältigen? Kann man die heutige Informationsmenge überhaupt bändigen? Und wie gelingt erfolgreiche Kommunikations-, Medien- und Pressearbeit? Dozent Stefan Slaby gibt Antworten.

Herr Slaby, Sie unterrichten im Lehrgang Kommunikationsmanager/in (IHK). Was muss Kommunikation eigentlich können?

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Egal, ob im Gespräch mit Kunden, im Interview mit Journalisten, beim Pitch vor Investoren oder in der Mitarbeiterkommunikation - wer kommuniziert, kann effizient ein Unternehmen führen.

Was macht professionelles Kommunikationsmanagement aus?

Ein erfolgreiches Kommunikationsmanagement entwickelt, steuert, realisiert und überprüft die Kommunikationsmaßnahmen einer Unternehmung. Durch die Fülle an Kommunikationskanälen und die vorherrschende Informationsflut sind mehr denn je kluge Strategien, klare Botschaften, hochwertiger Content, eine zielgruppenorientierte Ansprache sowie vernetzte Aktivitäten gefordert, um höchste Aufmerksamkeit und Reichweite zu erlangen.

Wie kann man denn als professioneller Kommunikationsmanager die heutige Informationsflut noch steuern?

Man muss die Strategien und Instrumente lernen und den heutigen "Kommunikationsmarkt" und die Entwicklungen im Social Web kennen. Das heißt in der Praxis: Kommunikationsaktivitäten strategisch wie operativ gestalten und umsetzen – online wie offline, intern wie extern. Die erforderlichen Qualifikationen vermittelt der Lehrgang zum/zur "Kommunikationsmanager/in (IHK). Hier sind Arbeitgeber, Mitarbeiter und Freiberufler angesprochen, die Kommunikationsmaßnahmen strategisch planen, operativ steuern und umsetzen sowie ihr Wissen professionalisieren möchten.

Teil des Kommunikationsmarktes sind die Printmedien, die beklagen die digitale Konkurrenz. Welche Rolle spielt heute überhaupt noch die Medienarbeit?

Medienarbeit ist ein wichtiger Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, die Medien über verschiedene Kanäle strategisch mit Informationen zu versorgen. Das wird auf lange Sicht die Reputation eines Unternehmens stärken. Kunden und andere Stakeholder sollen sich durch Pressearbeit bzw. Medienberichterstattung eine möglichst positive Meinung über das Unternehmen bilden und Vertrauen aufbauen.

Welche Faktoren sind dabei zu beachten?

Hilfreich für gute Pressearbeit sind einmal die Nachrichtenfaktoren, also wissenschaftlich erforschte Faktoren, die benennen, was für Journalisten eine Meldung berichtenswert macht. Für die Pressearbeit von Start-ups und Gründern können das beispielsweise die Faktoren Kuriosität, Nutzen oder Nähe sein. Auch Personalisierung und Identifikation sind wichtige Faktoren. Das heißt, wenn Sie in der Region oder in einer Szene einen gewissen Namen haben oder Sie etwas anbieten, womit sich viele Menschen identifizieren können, haben Sie bereits einen Nachrichtenwert erfüllt. Bevor Sie eine Information durch Pressearbeit kommunizieren, überlegen Sie sich daher immer: Was ist der Nachrichtenwert und wen wollen Sie mit Ihrer Nachricht ansprechen?

Was ist heute anders als früher in der professionellen Pressearbeit?

Während Journalisten ihre Informationen früher fast ausschließlich über Nachrichtenagenturen und Pressemitteilungen bekamen, sind heute die Möglichkeiten des Informationszugangs und der Pressearbeit deutlich größer – dem Internet und dem Social Web sei Dank. In der sogenannten „Informationsflut" ist es für Journalisten oft nicht mehr möglich, alle E-Mails zu lesen und alle Pressemitteilungen zu überblicken. Für die Pressearbeit heißt das: nachhaken, aufmerksam machen und dabei nicht nerven. Alles zusammen macht im Endeffekt eine gute Pressearbeit aus.

Stichwort Digitalisierung: Wie haben sich Kommunikation und Sprache durch die sozialen Netzwerke verändert?

Umgangssprache wird nicht nur mündlich, sondern vermehrt auch in der schriftlichen Kommunikation verwandt. Die Sprache in den sozialen Netzwerken fällt durch Verkürzungen und Auslassungen auf. Charakteristisch für solch digitale Kommunikationsformen ist daher eine einfache, aber prägnante Ausdrucksweise. Oft auch eher in Fragmenten als in ganzen Sätzen, also kurz und bündig auf den Punkt gebracht. Apropos Punkt: Auch die Zeichensetzung hat ihre Verwendungsweise eingebüßt: Anstatt des Punktes am Ende eines Satzes findet man oft genug einen Smiley oder andere Bilder quasi zur Kompensierung der ausbleibenden Mimik, Gestik oder Stimme.

Verändert diese digitale Kommunikation auch die Beziehungen der Menschen untereinander?

Digitale Kommunikation macht es uns – im Gegensatz zur Face-to-Face-Kommunikation – zudem einfacher, auf Anfragen unverbindlicher zu reagieren. Man kann sich Möglichkeit offen halten, nebenbei noch andere Pläne verfolgen, weil Verabredungen jederzeit mit einem Klick zurückgenommen werden können. Die Online-Kommunikation verändert auf diese Weise Beziehungen und auch die Art und Weise, wie wir sie künftig führen werden. Eine Dauererreichbarkeit durch Smartphones hilft aus, wenn die räumliche Nähe zum Kommunikationspartner fehlt. Aber auch bei körperlicher Nähe schauen zu viele lieber aufs Handy als in die Augen ihres Kommunikationspartners. Eigentlich schade….

 

>> Informationen zum berufsbegleitenden Fernlehrgang Kommuinkationsmanager/in (IHK) finden Sie unter www.studieninstitut.de/kommunikationsmanager.

Fotonachweis: Stefan Slaby