Lass Dich bewerten! Entwickle Dich weiter!

Am 16. Dezember tritt die NAWUMO-Jury wieder zusammen. 2018 stand Corinna Kleinekoenen vor der Jury und überzeugte. Wie es ihr danach erging, erfahren Sie im Interview.

Vor Experten sein Können unter Beweis zu stellen, erfordert Selbstbewusstsein und Ehrgeiz. Wie die Jury-Bewertung des NAWUMO-Wettbewerbs jemanden persönlich weiterbringt und was die erste Live-Moderation mit einem macht, erzählt Corinna Kleinekoenen. Sie war 2019 auf der BEST OF EVENTS International als Nachwuchs-Moderatorin dabei. Anschließend erfolgreich im Regionalfernsehen, arbeitet sie jetzt in München bei einer Marketingagentur. Der aktuelle NAWUMO Wettbewerb läuft noch bis 22.11.2019! Junge Talente können sich ganz einfach mit einem kurzen Video bewerben.

Corinna, warum hast Du damals am NAWUMO-Wettbewerb teilgenommen?

Ich habe über Instagram und Facebook vom NAWUMO-Wettbewerb erfahren. Janina Beck, die das Casting im Vorjahr gewonnen hatte, hatte den Wettbewerb verlinkt. Die Informationen auf der Website klangen spannend, die Voraussetzungen brachte ich mit und ich hatte Lust auf eine neue Herausforderung, da ich zu dem Zeitpunkt wenig Erfahrungen mit Live-Moderationen gemacht hatte. 

Was hat Dir persönlich die Teilnahme am Wettbewerb gebracht? Was passierte danach?

Der ganze Tag war eine unglaublich schöne Erfahrung! Der Spirit, den alle Teilnehmer*innen verband, ohne Konkurrenzgedanken, war unglaublich und für mich neu. Alle hatten das gleiche Ziel und haben sich gegenseitig unterstützt, ausgetauscht, ermuntert. Wir hatten viel Spaß. Diese positiven Momente haben mich auf der Heimfahrt noch begleitet und gerne denke ich auch jetzt noch daran zurück.

Persönlich habe ich gelernt, was ich kann und wie weit ich bin, was die Moderation angeht. Es ist wichtig und bringt einem sehr viel, seine Arbeit von einem anderen Umfeld bewerten zu lassen, um sich weiterzuentwickeln. Und natürlich neue, wertvolle Tipps von der Fachjury zu bekommen! Ich konnte danach noch einige Live-Moderationen machen, die durch Kontakte beim NAWUMO zustande gekommen sind und freue mich schon auf die nächsten!

Wie war die Erfahrung, auf der BEST OF EVENTS zu moderieren? Hast Du noch Kontakt zur Event- und Messebranche? Und zu den anderen NAWUMO-Teilnehmern?

Ich war unheimlich aufgeregt! Die erste Live-Moderation! Aber mein Kollege Philipp Markl hat mich vorher beruhigt, und ab dem ersten Moment auf der Bühne hat es sehr viel Spaß gemacht! Toll war der Austausch mit den Speakern im Voraus. Mir ist es sehr wichtig, dass sich jeder Teilnehmer wohlfühlt - Speaker, Publikum, Techniker – alle sollen Spaß haben an so einem Tag und Vieles mitnehmen. Wir als Moderatoren sind nicht die Hauptpersonen an diesem Tag, sondern Publikum und Speaker. Wenn man diese Ausgabe verinnerlicht und mit dem Herzen dabei ist, ist das (neben einer guten Vorbereitung) die halbe Miete. Für mich ist der Tag viel zu schnell vorbeigegangen, so viel Spaß hatten wir. Ich habe immer noch Kontakt zu Philipp Markl und den anderen NAWUMO-Teilnehmern, einige Speaker verfolge ich dank der sozialen Netzwerke. 

Welchen beruflichen Weg bist Du danach gegangen?

Ich habe weiter beim Regionalfernsehen gearbeitet und bin jetzt in der Social Media Branche unterwegs. 

Moderierst Du heute beruflich?

Ich habe schon vor dem Wettbewerb vor der Kamera gestanden. Unterschiede gibt es bei dem Nachrichtenformat, für das ich gearbeitet hatte, wenig. Außer, dass Sportmoderationen gerne lockerer sein können. Authentisch zu sein - das ist eigentlich bei jeder Moderation wichtig. 

Gibt es Unterschiede zwischen Sportmoderation und „normaler“ Moderation? Sind Frauen in diesem Beruf endgültig angekommen? Oder gibt es noch Nachteile?

Ich denke, dass Frauen fast angekommen sind in dieser Branche. Wir müssen dennoch um einiges vorsichtiger und besser vorbereitet sein, unterläuft uns ein Fehler, wird er meiner Meinung nach schwerer gewichtet als bei einem männlichen Kollegen. Es liegt natürlich auch bei uns, wie wir auftreten bzw was auch entsprechende Redaktionen vorgeben. Wird zu sehr auf die Optik am Spielfeldrand gesetzt und nicht auf Fachwissen und Inhalte, wird es nicht leichter für Frauen, die sich wirklich auskennen und den Sport lieben. Ich habe gelernt, dass der erste Eindruck auf viele oft war, „ach das Mädel, naja mal schauen“. Je besser die Fragen, das Wissen drum herum, die Vorbereitung, desto schneller merken die Gesprächspartner, dass man sich auskennt, und respektieren einen dann auch. 

Welche Pläne hast Du noch? Was willst Du noch erreichen?

Erst einmal ein Tapetenwechsel nach fast drei Jahren Regionalfernsehen. Ein toller Weg, um erste Erfahrungen zu sammeln. Jetzt zieht es mich in die Sportstadt München in eine Marketing-Agentur. Die TV-Welt ist keine einfache, grad aktuell. Dazu kommen im Sport noch die TV-Rechte, die ständig wechseln. Das macht es nicht einfacher. Trotzdem wäre es schön, in ein paar Jahren mal am Fußballrasen oder der Skipiste zu stehen und tolle Persönlichkeiten zu interviewen.

 

>> Für alle, die jetzt Lust haben, auch auf der Bühne und vor der Kamera zu stehen und zu moderieren: Der NAWUMO Wettbewerb läuft noch bis 22. November, jetzt mitmachen! www.nawumo.de

Fotonachweis: Corinna Kleinekoenen