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09.12.2016
Sharing economy und die Eventbranche: ein Spacebase-Gründer erklärt seinen Erfolg - ohne das Silicon Valley.

Sharing economy: ein Spacebase-Gründer erklärt seinen Erfolg - ohne das Silicon Valley.

Was macht den Erfolg von Spacebase aus, der digitalen Plattform für die weltweite Locationsuche? Wir haben mit dem Spacebase-Gründer Jan Hoffmann-Keining gesprochen.

2014 gründen Jan Hoffmann-Keining und Julian Jost das Unternehmen Spacebase - eine transparente Online-Plattform, die Locations für Teamevents, Meetings bis hin zu Workshops oder Product Launches vermittelt. Weltweit. Der besondere Clou daran: Mit einem weiteren Klick lassen sich über Spacebase nicht nur Räume, sondern auch weitere Extras wie Beamer oder Catering, u.v.m. organisieren.  Einer der Gründer ist Jan Hoffmann-Keining. Er ist auch Gast der Talk-Runde „Love it or not – sorgt die sharing ecomomy bereits für Druck in der Eventbranche?“, die am ersten Messetag auf dem CAREER HUB (Halle 7, Stand 7. A12) stattfindet.


Q: „Herr Hoffmann-Keining, warum fiel Ihre Wahl bezüglich Gründungsort und auch Standort auf Berlin? Ist was dran am Ruf dieser besonderen Atmo für StartUps?“
A Herr Hoffmann-Keining: „Für Berlin gab es bei uns eigentlich drei Gründe. Erstens funktioniert das Startup Ecosystem unglaublich gut. Die großen Startups, zum Beispiel Rocket Internet Unternehmen, bilden viele Spezialisten aus und ziehen IT Talent an. Nach ein paar Jahren suchen viele Arbeitnehmer dann aber neue Herausforderungen. Dann stehen sie dem breiten Markt zu Verfügung. So ist es einfach viel einfacher in Berlin einen bezahlbaren SEO Experten zu finden, als am Chiemsee. Auch wenn es dort natürlich schöner wäre. Zweitens ist es für uns sehr wichtig, im ständigen Austausch mit anderen jungen Unternehmen zu stehen. Ob man Meetingräume vermittelt, Apps entwickeln oder eine Online Bank bauen: Viele Herausforderungen sind gleich und ein regelmäßiger Austausch extrem wichtig. Drittens haben Julian und ich schon seit 2011 in Berlin gelebt und lieben die Stadt einfach.“ 


Q: „2015 haben Sie sich eine sechsstellige Seed-Finanzierung gesichert. Wo steht das Unternehmen denn heute, knapp ein Jahr später?“
A: „Spacebase steht besser da als jemals zuvor. 2016 war ein unglaubliches Jahr für uns. Wir konnten unsere Anzahl Buchungen pro Monat etwa vervierfachen, ohne viel Geld für Marketing auszugeben. Unsere Finanzierung hat es uns auch ermöglicht, unser Angebot im November 2016 weiter auszurollen. Wir bedienen mit über 200 Locations jetzt auch den Markt in New York.“


Q: „In der Eventbranche haben Sie mit Spacebase durchaus für Aufsehen gesorgt. Wie würden Sie die Resonanz beschreiben und einordnen wollen?“
A: „Wir sind sehr offen aufgenommen worden. Kunden haben großes Interesse an neuen Locations gezeigt. Wir sind mit Hotels im Gespräch, die Interesse an den Erkenntnissen aus unseren Erfahrungen mit den Sharing Economy haben.“


Q: „Wie gestaltet sich die Auftragslage? Was erwarten Sie für das nächste Jahr?“
A: „Wir sind fest überzeugt, dass wir unser schnelles Wachstum auch nächstes Jahr fortsetzen können. Neben der Erweiterung des Portfolios in die USA und weiterem Wachstum unseres bestehenden Geschäfts in Deutschland bieten wir ausgewählten Kunden 2016 auch strategisches Meetingmanagement an.“


Q: „Gibt es nach mehr als einem Jahr Spacebase schon learnings, sprich Bereiche, die Sie anders aufziehen würden? Oder einen neu erkannten Bedarf an weiteren features, die Sie interessieren?“
A: „Schon früh haben wir Erfahrungen mit der Internationalisierung unsere Angebots gemacht. Bis jetzt haben wir jedoch viele bestehende Kunden im Ausland bedient. Jeder Markt funktioniert anders. Deswegen haben wir uns jetzt entschieden, dass wir nicht nur einen Scout, sondern ein kleines Team nach New York schicken. In Launch Parties mit unseren Spaces lernen wir so am besten die Kunden kennen und verstehen nun besser, was sie suchen und wie Prozesse hier funktionieren.“


Q: „Sharing economy  - wer daran denkt, hat Kalifornien, das Silicon valley im Kopf, die vielen StartUps mit den frischen Ideen in Richtung Digitalisierung und Internet of Things. Was zeichnet in Ihren Augen Berlin aus, was ist hierzulande anders?“
A: „Berlin ist eine Stadt, in der solide Geschäftsmodelle gern gesehen sind. E-Commerce Unternehmen mit vielen Bestellungen oder Marktplätze mit vielen Kunden laufen hier sehr gut.“


Q: „Nach dem Ergebnis der US-Wahl erwartet die IT/TK-Branche dort regelrechte wirtschaftliche Rückschläge. Ein Beispiel nur sind die Ankündigungen zu Apple und den Produktionsstandort China betreffend. Wie kritisch sehen Sie diesbezüglich das US-Ergebnis?“
A: „Bislang wissen wir noch sehr wenig über Herrn Trumps konkrete Pläne. Die Märkte reagieren bis jetzt noch sehr entspannt bis positiv. Um genaueres zu sagen, muss man tiefer in die Themen einsteigen. Es gibt zum Beispiel widersprüchliche Aussagen Trumps zum H-1B Visa, dass es Unternehmen im Silicon Valley einfacher macht internationale Fachkräfte einzustellen. Das könnte ein größeres Problem werden.“

Q: „Wie stark sind wir hier in Deutschland auch abhängig von den Trends und Entwicklungen der US-Amerikaner? Gibt es Ideen made in germany, die umgekehrt den US-Markt beeinflusst haben? Oder sind die Impulsgeber immer die US-Boys?“
A: „Es gibt natürlich viele gute Ideen aus Deutschland, die kein direktes US-Vorbild haben. Je nach Branche gehen deutsche Unternehmen ab einer gewissen Größe allerdings gerne in die USA um dort richtig groß zu werden. Ein Markt mit 300 Mio. Einwohnern, einer einheitlichen Sprache und einer hohen Onlineaffinität bietet viele Vorteile für Tech-Startups.“

A: „Herr Hoffmann-Keining, wir danken Ihnen für das Gespräch!“
Das Interview führte Tanja Barleben, Pressesprecherin beim Studieninstitut für Kommunikation.

Hinweis: Wesentlich mit angestoßen hat das Thema sharing economy für die Eventindustrie Peter Blach, Chefredakteur des BlachReport und Umsetzer des BlachDialog. www.blachreport.de/ Michael Hosang, Geschäftsführer des Studieninstituts für Kommunikation, nahm im Frühsommer 2016 am BlachDialog zum Thema sharing economy teil, hier aus Sicht eines Anbieters für Weiterbildung, und erkannte das Potential des Themas auch für den CAREER HUB. Unser DANK an Peter Blach!


Wer Spacebase und Jan Hoffmann-Keining kennenlernen möchte, kann das am ersten Messetag auf der BEST OF EVENTS INTERNATIONAL und hier auf dem CAREER HUB, initiiert vom Studieninstitut für Kommunikation, tun. Dann ist der Unternehmer Teilnehmer der Diskussionsrunde Runde „Love it or not – sorgt die sharing ecomomy bereits für Druck in der Eventbranche?“
Wann: 18. Januar 2017 auf dem CAREER HUB,
11:50 Uhr bis 12:50 Uhr
Wo: Halle 7, Stand 7.
Das Studieninstitut für Kommunikation - strategischer Bildungspartner der BEST OF EVENTS INTERNATIONAL

Quelle Foto: Spacebase_Jan Hoffmann-Keining

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