Demografischer Wandel erfordert Eigeninitiative

Interview mit Larissa Klegraf vom FAMAB zum berufsbegleitenden Studium "Bachelor Event- und Messemanagement"

Larissa Klegraf arbeitet beim FAMAB und ist zuständig für die Bereiche: Messe (Sicherheit/Technik/Logistik), Architektur und Design. Sie ist gelernte Veranstaltungskauffrau und hat jetzt bei der TU Chemnitz ein Fernstudium zum „Bachelor Event- und Messemanagement“ begonnen. Wir wollen wissen, warum und wie es denn so läuft….

Sie haben ein Fernstudium zum Bachelor Event- und Messemanagement begonnen, warum und was war Ihre Motivation?

Die Livekommunikations-Branche ist ein Gebiet, sich jeden Tag anders und neu zu begegnen, sich selbst inspirieren zu lassen oder aber auch andere zu inspirieren ... Der demografische Wandel in der Arbeitswelt macht auch vor der Messe- und Eventbranche keinen Halt, ganz im Gegenteil, die ersten Einschränkungen sind spürbar. Umso wichtiger ist die stetige Investition in die Aus-, Weiter- und Fortbildung. Aus diesem Grund habe ich mich für das Studium entschieden. Die Chance, das theoretische Wissen, zuzüglich durch die im Studium beigebrachte Expertise, unmittelbar in die Praxis umzusetzen, war meine absolute Motivation. Ein klassisches Studium war mir bisher zu eintönig; also war das Fernstudium definitiv die richtige Wahl.

Warum haben Sie sich gerade für diesen Studiengang entschieden?

Ich bin gelernte Veranstaltungskauffrau und der Branche seit 10 Jahren treu. Beim FAMAB bin ich für die Bereiche: Messe (Sicherheit I Technik I Logistik), Architektur und Design zuständig. Ich drücke es sicher am besten so aus: „Ich wurde vom Messe-Virus infiziert!“ und bleibe der Branche ganz sicher noch weiterhin treu, deswegen das Studium im Bereich „Event- und Messemanagement“.

Welche Kompetenzen und welches Know-how erhoffen Sie sich von dem Studium?

Ich erhoffe mir, das fachbezogene Grundlagen- und Methodenwissen tagtäglich während meiner Arbeitszeit umzusetzen, dem FAMAB, den Kollegen und mir selbst, eventuell neue, bisher unbekannte Möglichkeiten und Wege zu zeigen, um den Arbeitsalltag zu verbessern, optimierter zu gestalten und mit Expertenwissen zu unterstützen.

Wie bewerten Sie bisher den Praxisteil der Ausbildung? Sehen Sie das quasi als Training on the job?

Definitiv. Sich nach der Arbeit in die branchenspezifische Wissenschaft einzuarbeiten, ist ein „Training on the job“. Ich sehe es aber als absoluten Mehrwert an, auch außerhalb der Bürozeiten zu recherchieren und sich selbst zu einem themenbezogenen Experten zu machen.

Was zeichnet den Studiengang aus? Wie finden Sie bisher die Betreuung vor Ort?

Die Betreuung vor, während und nach den Präsenzphasen ist hervorragend. Fragen werden direkt per Mail oder am Telefon beantwortet. Dadurch, das gezielt darauf geachtet wird, das Studium in Kleingruppen (15-25 Personen) durchzuführen, wird jedem Teilnehmer garantiert, dialogorientiert zu arbeiten. Dies fördert selbstverständlich die Interaktion.

Was zeichnet die Dozenten und Lehrkräfte aus, die Sie bislang erlebt haben?

Ihre Expertise, ihre Offenheit und klare positive Sichtweise hinsichtlich des Studiums. Sie motivieren mich und geben mir Mut, das Studium erfolgreich durchzuführen.

Wo sehen Sie die Anforderungen für ein berufsbezogenes Studium neben einer Berufstätigkeit? Wie organisieren Sie sich dafür persönlich?

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber das Projekt „Studium“ unterstützen. Ich selbst setze mir Ziele mit entsprechenden zeitlichen Puffern. Zielstrebigkeit und Lust am Lernen, sollte jeder Studierende beim Start des Studiums mitbringen und an den Tag legen. Auch das studieren am Wochenende, an Feiertagen und abends in der Woche sollte jedem Studierenden Spaß machen und keineswegs qualvoll erscheinen, denn dann war es der falsche Weg. Ein erfolgreiches Fernstudium erfordert nämlich einen entsprechenden Antrieb zum Lernen und konsequente Zeiteinteilungen. Genau diese Herausforderung hat mich angesprochen und mich motiviert, dass Studium zu beginnen und durchzuführen.

Worin sehen Sie die Vorteile eines solchen Studiums für Ihre weitere Laufbahn? 

Die Erfahrungen und das übermittelte Know-how kann ich wunderbar im Arbeitsleben einsetzen. Ich kann mich weiterhin beruflich entwickeln und bin jederzeit up-to-date. Das ist nicht nur ein klarer Vorteil für mich, sondern auch meinen Kollegen kann ich Tipps geben. 

Fotonachweis: Larissa Klegraf/FAMAB